Die Green Globe Wiederverwendung ist oft der unterschätzte Hebel, der Ihre Zertifizierung entscheiden kann. Was, wenn eines der wirkungsvollsten der 44 Kriterien einfach darin bestünde, zu nutzen, was Sie bereits besitzen? Dieser zirkuläre Ansatz ist nicht nur eine Frage der Ökologie, sondern ein echter Score-Booster. Doch viele Betriebe übersehen ihn, weil sie nicht wissen, wie sie ihn konkret umsetzen sollen.
Green Globe Wiederverwendung: Ein strategischer Hebel für Ihre Punktzahl

Green Globe sucht keine perfekten Hotels, sondern Hotels im Fortschritt. Und Fortschritt lässt sich messen. Wenn Sie sich entscheiden, Möbel, Bettwaren oder technische Geräte wiederzuverwenden anstatt sie zu entsorgen, senden Sie ein starkes Signal: Ihr Ressourcenmanagement ist aktiv, durchdacht und nachvollziehbar.
Nehmen Sie die Kriterien D.2.3 (Abfallmanagement) und D.1.1 (Einkaufspolitik). Es geht nicht nur um Recycling. Sie bewerten Ihre Fähigkeit, Abfälle an der Quelle zu vermeiden und den Lebenszyklus Ihrer Assets zu optimieren. Jeder Stuhl, jede Matratze, jeder Bildschirm, der ein zweites Leben erhält, wird zum greifbaren Beweis Ihres Engagements – und einem potenziellen Extrapunkt im Audit.
Eine Methodik, die den Unterschied Macht
Die Herausforderung für viele ist nicht der Wille zur Wiederverwendung, sondern der Nachweis. Ein Green Globe Auditor braucht konkrete Daten: verwertete Mengen, berechnete CO₂-Einsparungen, lückenlose Rückverfolgbarkeit. Ohne diese Dokumentation verliert auch die beste Initiative an Wert.
Hier werden Logistik und Rückverfolgbarkeit zentral. Wie setzt man das praktisch um, wenn man ein oder mehrere Häuser verwaltet?
Die Antwort liegt oft in der Strukturierung: Identifizieren, was wiederverwendet werden kann, die richtigen Wege der Weitergabe (intern oder extern) finden und vor allem jede Maßnahme messen und dokumentieren.

Von der Analyse zur Aktion: Eine Methodik mit Wirkung
Stellen Sie sich ein System vor, in dem jedes ausgediente Inventar automatisch erfasst, bewertet und der bestmöglichen Weiterverwendung zugeführt wird. Dieser systemische Ansatz reduziert nicht nur Ihren Abfall; er verbessert Ihre Rentabilität (geringere Entsorgungskosten, weniger Neuanschaffungen) und stärkt Ihre CSR-Glaubwürdigkeit.
Das ist keine Theorie. Hotelgruppen haben dies bereits in ihre Routine integriert und verwandeln ihre Renovierungen in Kreislaufwirtschaft. Sie „machen“ nicht nur Wiederverwendung, sie integrieren sie in ihre Prozesse und nutzen sie als strategischen Vorteil auch für ihre Green Globe-Zertifizierung.
Ihr Fahrplan zur Green Globe Wiederverwendung
Wenn diese Logik für Sie einleuchtet, ist der nächste Schritt, Ihre eigenen Materialströme zu kartieren. Beginnen Sie mit einer Inventur bei Ihrer nächsten Renovierung. Bewerten Sie, was intern weiter genutzt, gespendet oder verkauft werden kann. Und vor allem: Dokumentieren Sie jeden Schritt.
Heute gibt es Tools, um diesen Prozess zu digitalisieren und zu vereinfachen und automatisch die Impact-Berichte zu generieren, die Sie für das Audit benötigen. Wichtig ist, anzufangen – selbst bescheiden. Denn im Green Globe Rahmenwerk zählen der systematische Ansatz und die kontinuierliche Verbesserung.
Möchten Sie das Wiederverwendungspotenzial Ihrer Assets bewerten?
Für vertiefte Informationen lesen Sie unseren vollständigen Leitfaden zur Erlangung des Green Globe Labels. Besuchen Sie auch die offizielle Green Globe Website, um alle Zertifizierungskriterien kennenzulernen.



